Wissenschaft trifft Praxis: Personzentrierung-Inklusion-Enabling community
Fachkongress am 25. und 26. Februar 2016 im Hotel Aquino Tagungszentrum Katholische Akademie Berlin

Unter dem Stichwort Personzentrierung vollzieht sich seit den 1990er Jahren sozialpolitisch wie fachlich ein paradigmatischer Wechsel in der Finanzierung und Ausgestaltung von Hilfen im Kontext von psychischer Erkrankung und Behinderung, der sich als Weiterentwicklung einer institutionenzentrierten Logik der Organisation von Hilfen hin zu teilhabeorientierten offenen und flexiblen individuellen Hilfearrangements charakterisieren lässt. Auch die im zukünftigen Bundesteilhabegesetz angestrebte Reformierung der Eingliederungshilfe zu einem, am individuellen Bedarf orientierten, modernen Teilhaberecht steht unter diesem Vorzeichen.
Der Kongress sollte einerseits dazu dienen, das facettenreiche Konzept der Personzentrierung begrifflich zu schärfen und andererseits den Blick auf seine wirklichkeitsnahen Spannungsfelder und gesellschaftliche wie - in Zusammenhang mit dem neuen Bundesteilhabegesetz - politische Handlungsbedarfe bzw. Gestaltungmöglichkeiten zu legen.
Ziel der Tagung war es daher, die Ambivalenzen in diesem Kontext aufzunehmen und im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Behindertenhilfe und Politik sowohl ausgesuchte Herausforderungen der Organisation der personzentrierten Leistungserbringung, als auch prospektiv Konzepte und Beispiele so genannter Enabling Communities als person-sorgende Gemeinschaften in den Blick zu nehmen und zu diskutieren. In Plenumsvorträgen, Werkstattformaten und Podiumsdiskussionen wurden verschiedene Themenbereiche und Handlungsfelder im Spannungsfeld der Ausgestaltung professioneller Unterstützung zwischen Einzel(fall)hilfe und Gemeinwesenorientierung bearbeitet. 

Kontakt:

Regina Schwichtenberg
ICEP-Berliner Institut für christliche
Ethik und Politik
Köpenicker Allee 39-57
10318 Berlin

regina.schwichtenberg[at]icep-berlin.de
030 50 10 10 913