"Suizidales Begehren im Altern und in Krankheit: medizinische, soziale und politische Präventionsaufgaben" 
Fachkonsultation und (allgemeinöffentliche) Podiumsdiskussion am 23. November 2016 in der Katholischen Akademie in Berlin

Mit dem Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung, das die Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung durch Einzelpersonen oder Vereine unter Strafe stellt, ist die ordnungspolitische Diskussion um die (ärztliche) Beihilfe zum Suizid in Deutschland zu einem Ergebnis gekommen. Mit der rechtlichen Normierung sind jedoch weder die normativen Fragen der Bewertung suizidalen Begehrens im Altern und in Krankheit, noch die medizinisch-rechtlichen Fragen des praktischen Umgangs mit dem Sterbewunsch in der Begleitung in der letzten Lebensphase geklärt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, sich nach der gesetzliche Neuregelung der (ärztlichen) Beihilfe zum Suizid einer Betrachtung der Schwierigkeiten im praktischen Umgang mit dem Suizidwunsch im Altern und in Krankheit und der Suizidprävention als Aufgabe der öffentlichen Gesundheitsvorsorge zuzuwenden.Die Podiumsdiskussion soll Fragen aufgreifen, die auch nach dieser Regelung weiterhin debattiert werden: Gibt es den „freiverantwortlichen“ Suizid, der als Ausdruck von Selbstbestimmung zu akzeptieren ist, oder besteht die unbedingte Verantwortung eines jeden und auch des Gesetzgebers, Suiziden in jeglichem Kontext und auch präventiv entgegenzuwirken? Wie hoch ist nach wie vor die Gefahr, dass ein sozialer Druck zur Äußerung von Suizidwünschen bei langwierigem Leiden und bei Hochbetagten entsteht? Was ist dran an der „rechtlichen Verunsicherung“ der Ärzte über Erlaubtes und Verbotenes? Wie kann in der pflegerischen und palliativen Praxis auf Sterbewünsche so reagiert werden, dass die ihnen zugrunde liegenden Ängste wirksam abgebaut werden?

Programm

Kontakt
Berliner Institut für christliche Ethik und Politik
Regina Schwichtenberg
regina.schwichtenberg[at]icep-berlin.de
030 50 10 10 913

Veranstalter
Veranstaltet wird die Tagung vom Berliner Institut für christliche Ethik und Politik in Kooperation mit der Katholischen Akademie in Berlin und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband.

Ort
Hotel Aquino
Tagungszentrum Katholische Akademie
Hannoversche Straße 5b
10115 Berlin-Mitte

Barrierefreiheit
Die Fachkonsultation findet in einem rollstuhlgerechten Gebäude statt.

Programm
Einladung
Anmeldebogen

Flyer Podiumsdiskussion

Kontakt:

Regina Schwichtenberg
ICEP-Berliner Institut für christliche
Ethik und Politik
Köpenicker Allee 39-57
10318 Berlin

regina.schwichtenberg[at]icep-berlin.de
030 50 10 10 913