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Christof Mandry: Europa als Wertegemeinschaft. Eine theologisch-ethische Studie zum politischen Selbstverständnis der Europäischen Union. Baden-Baden 2009.

Dieses Buch geht neue Wege bei der Analyse und Bewertung des politischen Europabewusstseins und der Zugehörigkeit zur Europäischen Union, indem es die Debatten über europäische Werte in den Mittelpunkt einer innovativen und kritischen Untersuchung stellt.

Der Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Antwort, die der EU-Verfassungskonvent auf die Frage nach dem politischen Selbstverständnis der Europäischen Union gegeben hat: Der Verfassungsvertrag – ebenso wie der Vertrag von Lissabon – sehen die EU als eine Wertegemeinschaft. In welchem historischen und politischen Kontext hat sich dieser Ausdruck als Identitätsvokabel für die EU durchsetzen können? Welche Bedeutung hat die Bezeichnung als Wertegemeinschaft für die EU als politische Institution? Und welche Rolle spielt die Kontroverse über die religiösen Wurzeln Europas? Wer eine kritische Aufarbeitung der EU als Wertegemeinschaft sucht, findet in diesem Band eine eingehende Analyse der politischen Debatten, eine genaue Untersuchung der Konsequenzen für das politische Selbstverständnis der EU und eine ethische Einordnung und Bewertung des schillernden Begriffs der „Wertegemeinschaft“. Schließlich legt das Buch eine sozialphilosophisch wie ethisch reflektierte Theorie der Wertfundamente politischer Institutionen im pluralistischen Kontext vor. Das Werk ist Teil der Reihe Denkart Europa. Schriften zur europäischen Politik, Wirtschaft und Kultur, Band 9.

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Mandry, Christof: Ethische Identität und christlicher Glaube. Theologische Ethik im Spannungsfeld von Theologie und Philosophie. Mainz 2002

Die angemessene Verhältnisbestimmung von theologischer und philosophischer Ethik gehört zu den bedeutsamsten theologischen Grundlagenproblematiken. Christof Mandry geht in seinem Buch dieser Problematik intensiv und akribisch nach. Dabei greift er philosophisch vor allem das Werk Ricœurs, insbesondere seine Theorie des »ethischen Selbst« auf und stellt sie in Bezug zur Konzeption christlicher-ethischer Identität. Diese ist grundlegend praktisch verfasst und besteht ihrem Wesen nach in einer »Überzeugung«, die sich als »Zeugnis« auf der Ebene ethischen Handels konkret verwirklicht. Dieser konstitutive Bezug auf »Überzeugungen« befähigt die theologische Ethik, der unhintergehbaren Geschichtlichkeit menschlicher Existenz angemessen Rechnung zu tragen. ______________________________________________________

Mandry, Christof: Literatur ohne Moral. Literaturwissenschaften und Ethik im Gespräch. (= Reihe Ethik in der Praxis / Practical Ethics - Kontroversen / Controversies Bd. 18) Münster 2003

Ästhetik und Ethik stehen in Spannung zu einander von der moralischen Kritik am literarischen Kunstwerk bis hin zur literarischen Verabschiedung eines verantwortlichen ethischen Subjekts. Wie kann sich Ethik mit dem literarischen Kunstwerk beschäftigen ohne die Autonomie der Kunst in Frage zu stellen? Wie geht die Literaturwissenschaft mit moralischen Fragen um, die in der Literatur ästhetisch verarbeitet werden? Wie nimmt sie die ethische Reflexion wahr, die im Medium der Literatur entfaltet wird?

In diesem Buch treten Vertreter(innen) der Literaturwissenschaften und der Ethik in eine produktive Auseinandersetzung über das Spannungsverhältnis von Literatur und Ethik ein. Dabei werden neuere Theorieansätze in den Literaturwissenschaften und der Ethik interdisziplinär diskutiert, so dass weiterführende Fragestellungen in Richtung einer "Literaturethik" sichtbar werden.

Dieses Buch geht auf eine interdisziplinären Fachtagung an der Universität Tübingen zurück, die im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitprogramms Einführung des Ethisch- Philosophischen-Grundlagenstudiums (EPG) in die baden-württembergische Lehrer(innen)bildung veranstaltet wurde.

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Christof Mandry (Hg.): Kultur, Pluralität und Ethik Perspektiven in Sozialwissenschaften und Ethik. Mit Beiträgen von Burkhard Liebsch, Siegfried Weichlein, Brigitte Rauschenbach, Jens Badura, Regina Ammicht Quinn und Thomas Biebricher (=Reihe: Ethik in der Praxis / Practical Ethics - Kontroversen / Controversies Bd. 20) Münster 2003.

Spätestens sobald Konflikte und Missverstehen zwischen Kulturen oder sobald Identitäten und Differenzen innerhalb von Gesellschaften in den wissenschaftlichen Blick geraten, wird die Reflexion auf den eigenen kulturellen Standpunkt und seine Wertannahmen unumgänglich. Wie nehmen Sozial- bzw. Kulturwissenschaften und Ethik jeweils die evaluativen und normativen Dimensionen von Kultur wahr und wie gehen sie angesichts des Kultur- und Wertepluralismus mit ihrem eigenen Standpunkt um? Wenn soziale Zusammenhänge und zivilisatorische Errungenschaften unter dem Stichwort "Kultur" prinzipiell vergleichbar werden, stellt sich die Frage, ob sich über- oder interkulturell gültige Maßstäbe ausweisen lassen. Wie kann eine "Ethik der Kultur" aussehen, liegt doch "Kultur" jeder Beschäftigung mit ihr immer schon voraus? Zur Beantwortung dieser Fragen bringen die Beiträge dieses Buches unterschiedliche Zugangsweisen aus Geschichtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie über Kultur, Pluralität und Ethik mit einander ins Gespräch. Dieses Buch geht auf eine interdisziplinäre Fachtagung an der Universität Tübingen zurück, die im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitprogramms zur Einführung des Ethisch-Philosophischen- Grundlagenstudiums (EPG) in die baden-württembergische Lehrer(innen)bildung veranstaltet wurde.